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Vor der Reise

Vor der Reise: Was du einpacken und beachten musst

Kreditkarte statt EC-Karte

In Frankreich läuft fast alles über Kreditkarte – an Mautstationen, Tankautomaten und oft auch an Supermarktkassen werden deutsche EC-Karten (Maestro) nicht akzeptiert. Ich fahre immer mit mindestens 2 Kreditkarten los, weil aus unerklärlichen Gründen manchmal eine nicht funktioniert.

Aktuell empfehle ich die DKB Debitkarte, die GenialCard der Hanseatic Bank und die Mastercard Gold der TF Bank – alle kostenlos im Ausland.

Aktuell sind die besten kostenlosen Kreditkarten für Reisen die Debitkarte der DKB Bank, GenialCard (Hanseatic Bank) und die Mastercard Gold der TF Bank. Mit einem Set-up aus mindestens 2 dieser Karten kannst du im Ausland fast immer kostenlos Geld an Automaten abheben und vor Ort bezahlen, ohne Auslandsgebühren im Ausland bei Fremdwährungen zu bezahlen!

Pflichtausrüstung im Fahrzeug

  • Warndreieck und Warnweste (mit Reflektoren und CE-Zertifizierung) für jede Person an Bord sind in Frankreich Pflicht – vergisst du sie, droht ein Bußgeld. Einen Alkoholtester musst du nicht mehr mitführen: Die Pflicht wurde am 22. Mai 2020 abgeschafft.
  • Strom-Adapter brauchst du in der Regel nicht – Campingplätze verwenden denselben CEE-Stecker wie in Deutschland. Nur in Sanitäranlagen triffst du vereinzelt auf Steckdosen Typ E mit Kontaktstift, für den dein Schuko-Stecker ein Loch braucht.
  • Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt seit 1. Januar 2021 Pflicht: Der „Angles Morts"-Aufkleber (Toter Winkel, hier kaufen) muss an beiden Seiten und am Heck angebracht sein. Meinen Camper unter 3,5 t betrifft das nicht – prüf also dein Gewicht.

Im Sommer unbedingt reservieren

Juli und August sind Hochsaison in ganz Frankreich. Campingplätze in guter Lage sind dann ausgebucht – unbedingt vorab reservieren. Für Stellplätze gilt: früh anreisen, um einen Platz zu ergattern. Meine Empfehlung: Mai bis Juli oder September/Oktober sind die deutlich entspannteren Monate.

Strom, Gas und tanken

Strom am Stellplatz

Für Frankreich brauchst du auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen keinen besonderen Adapter – CEE-Stecker sind Standard, genau wie in Deutschland. Nur in Sanitäranlagen triffst du vereinzelt auf Steckdosen Typ E mit Kontaktstift, für den dein Schuko-Stecker ein passendes Gegenloch braucht. Ich habe einen kleinen CEE-Adapter dabei – bisher kaum gebraucht, aber gut, ihn zu haben.

Gasflaschen kaufen und anschließen

Deine deutsche Gasflasche kannst du in Frankreich nicht nachfüllen lassen – du musst vor Ort mieten. Das funktioniert gut: Mit der Quittung bekommst du am Ende die Kaution zurück. Unbedingt aufbewahren!

Die bekanntesten Anbieter sind Butangaz, Finagaz, Antargaz und Primagaz. Günstiger wird's mit der Eigenmarke von Intermarché. In Frankreich sind 6 kg und 13 kg-Flaschen üblich – prüf vorher, wie viel Platz du im Gaskasten hast.

Ich habe früher immer Propan (z. B. Butangaz) gekauft, weil ich auch im Winter unterwegs bin und Propan bei Kälte zuverlässiger Gas gibt als Butan.

Aber jetzt habe ich einen Camper, der komplett gasfrei ist. Somit habe ich keine Probleme damit, was mein ausdrücklicher Wunsch war.

Beim Anschluss empfehle ich, auf Nummer sicher zu gehen: Habe immer ein Euro-Entnahme-Set dabei. Für Frankreich brauchst du den Anschluss D4. Mit einem Lecksuchspray kannst du anschließend prüfen, ob alles dicht ist.

Tanken in Frankreich

Entlang der Autobahn ist das Tankstellennetz dicht, abseits davon oft dünn. Am günstigsten tankst du an den großen Supermärkten – mein Tipp: Carrefour ist fast immer deutlich billiger als Autobahn- oder freie Tankstellen. Aktuelle Spritpreise für Frankreich findest du live auf fuel-prices.eu.

An vielen Tankstellen gibt es nur Automaten, die ausschließlich Kreditkarte akzeptieren. Ich fahre deshalb immer mit 2 Kreditkarten los – aus rätselhaften Gründen funktioniert manchmal eine nicht.

Kleiner Extra-Tipp: Ich hatte beim alten Kastenwagen immer eine Ersatz-Wasserpumpe und Sicherungen im Van. Die gehen erfahrungsgemäß genau dann kaputt, wenn man weit von der nächsten Werkstatt entfernt ist. Im Neuen habe ich eine Druckwasserpumpe verbaut, die weniger anfällig ist. Aber auf Sicherungen solltest du nicht verzichten.

Beste Reisezeit für Frankreich

August meide ich grundsätzlich – in ganz Frankreich sind Sommerferien, Campingplätze sind ausgebucht und beliebte Stellplätze hoffnungslos überfüllt. Meine Empfehlung: Mai bis Juli oder September und Oktober sind die entspannteren Monate. In den Süden kannst du sogar schon im April fahren.

Ein persönlicher Tipp: Die Route des Grandes Alpes bis ans Mittelmeer im Oktober ist ideal für Campervans. Die Pässe sind dann noch offen, du kannst direkt oben übernachten – tagsüber angenehm warm, die Landschaft absolut atemberaubend. Wenig Verkehr, viel Stille.

Für Bretagne und Normandie gilt ein eigenes Gesetz: Hier musst du das ganze Jahr mit jedem Wetter rechnen. Wir hatten im August 37 Grad zum Start – und am Ende nur noch 13 Grad, dazu Regen, Stürme und Gewitter. Der Golfstrom sorgt für milde, aber extrem wechselhafte Bedingungen. Wer das weiß, erlebt trotzdem eine fantastische Reise.

Und grundsätzlich: Frankreich lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Schöne Routen in Frankreich

Frankreich ist riesig – und jede Region hat ihre eigene Stimmung. Hier sind meine gefahrenen und empfohlenen Routen:

Tour 1 (3 Wochen): Normandie

Mein erster großer Frankreich-Trip – mit allem, was dazugehört: Küste, Geschichte, Camembert und Apfelcider direkt beim Erzeuger. Hier findest du die komplette Route mit Tipps und Reisebericht.

Tour 2 (7–10 Tage): Alabasterküste & Metz

Le Tréport – Alabasterküste – Le Havre – Honfleur – Abbaye Jumièges – Château Gaillard & Les Andelys – Metz. Eine abwechslungsreiche Route zwischen Küste und Landesinneren.

Tour 3 (1 Woche): Nordküste der Bretagne

Wilde Küste, Austern und Crêpes – hier der Reisebericht mit Route.

Tour 4: Route des Grandes Alpes bis ans Mittelmeer

Diese Route ist für mich einer der schönsten Campervan-Trips in ganz Europa. Die Großen Alpenstraße führt von Thonon-les-Bains am Genfer See über spektakuläre Pässe bis nach Menton ans Mittelmeer. Oktober ist ideal: Die Pässe sind noch offen, der Verkehr ist weg, und du kannst direkt oben auf den Pässen übernachten – tagsüber warm, die Aussichten unbeschreiblich.

Tour 5: Route des Crêtes (Elsass)

Der Kammweg entlang der Vogesen-Krete ist eine der schönsten Strecken im Nordosten Frankreichs – mit weitem Blick über das Elsass bis zum Schwarzwald. Ideal kombinierbar mit einem Abstecher nach Straßburg oder in die Weinstraße. Überschaubar in der Länge, aber dicht gepackt mit schönen Stopps.

Einreise nach Frankreich

Als Deutsche/r reist du mit dem Personalausweis ein – kein Reisepass nötig. Den Führerschein immer dabeihaben. Wichtig für alle unter 18: Der deutsche Führerschein mit 17 (begleitetes Fahren) gilt in Frankreich nicht für selbstständiges Fahren.

Grenzkontrollen im Schengenraum wurden zwar offiziell abgeschafft, können aber temporär wieder eingeführt werden – rechne an viel befahrenen Grenzübergängen gelegentlich mit Stichproben.

Mit Hund oder Haustier nach Frankreich

Für die Einreise mit Tier benötigst du den EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung. Dein Tier muss per Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet sein, und dein Hund muss mindestens 3 Monate alt sein.

Bei Kampfhunden gilt: Abstammungsnachweis mitführen, Einreise nur für Kategorie 2, mit Maulkorb und an der Leine.

Mit dem Wohnmobil in Frankreich campen

Die wichtigste Regel: Parken = Übernachten erlaubt

In Frankreich darfst du überall übernachten, wo Parken erlaubt ist – für Pkw und Wohnmobil sogar bis zu 7 Nächte. Einzige Bedingung: kein Campingverhalten. Stühle und Tisch draußen, Markise ausgefahren – das ist verboten, auch wenn die Toleranz hier deutlich höher ist als in Deutschland. Auf Parkplätzen direkt vor Sehenswürdigkeiten ist das Gold wert: du schläfst genau da, wo du morgens sein willst.

Gemeinden können das Übernachten per Schild untersagen – achte auf entsprechende Hinweise. Und ein echter Tipp: Nicht auf Autobahnraststätten übernachten. Mehrere Freunde wurden dort im Schlaf ausgeraubt. Besser einen Wohnmobilstellplatz ansteuern, wo andere Camper stehen.

Höhenbegrenzungen an Parkplätzen

Immer mehr Gemeinden sperren Parkplätze mit Höhenbalken für Wohnmobile. Laut französischer Straßenverkehrsordnung sind diese an Parkplätzen eigentlich verboten – in der Praxis stehen sie trotzdem. Mein Rat: einfach auf einen anderen Platz ausweichen und nicht auf Diskussionen einlassen.

Stellplätze und Campingplätze finden

Frankreich bietet eine beeindruckende Vielfalt:

  • France Passion – das französische Pendant zu Landvergnügen: Buch bestellen, Plakette bekommen, kostenlos bei Winzern und Bauernhöfen übernachten. france-passion.com
  • Camping Municipal – von Gemeinden betrieben, einfacher, günstiger, ohne Animation. Mein klarer Favorit.
  • Aire de stationnement camping-cars – Wohnmobilstellplätze, oft kostenlos oder günstig, direkt in Ortskernen.
  • Camping-Car Park – ein weit verbreitetes Netzwerk automatisierter Stellplätze in ganz Frankreich, bequem per App buchbar und bezahlbar. Sehr praktisch.
  • Camping à la ferme / Bienvenue à la ferme – Camping auf dem Bauernhof, hier findest du teilnehmende Höfe nach Region.

Zum Suchen nutze ich Campercontact, camping.info und für spontane Plätze oder Stadtparkplätze park4night.

Wildcampen in Frankreich

Wildcampen ist verboten – Strafen bis zu 1.500 Euro drohen. Auf privatem Grund ist es mit Zustimmung des Eigentümers erlaubt. In ländlichen Regionen wie der Normandie einfach beim Bauern fragen – die Resonanz ist oft überraschend herzlich.

Infrastruktur: Frankreichs großes Plus

Was mich jedes Mal begeistert: Du kannst fast überall Grauwasser entsorgen und Frischwasser auffüllen. An Aires, Campingplätzen und sogar an vielen Autobahn-Raststätten gibt es entsprechende Stationen. In der App park4night einfach nach „VE" (vidange des eaux) filtern – oder bei Google „Aire de services camping-cars" eingeben.

Die Sanitäranlagen auf Campingplätzen werden zunehmend besser. Zwei Dinge bleiben typisch französisch: Klobrillen fehlen gelegentlich noch, und beim Duschen tickt keine Zeitschaltuhr – anders als in manchen deutschen Plätzen.

Verkehrsregeln, Verkehrsschilder und Parken

Geschwindigkeit

StraßeWohnmobil bis 3,5 tWohnmobil über 3,5 t
Innerorts50 km/h50 km/h
Landstraße80 km/h80 km/h
Schnellstraße110 km/h100 km/h
Autobahn130 km/h (Regen: 110)110 km/h

Kreisverkehr

Frankreich ist das Kreisverkehr-Land schlechthin – manchmal folgt ein Kreisel dem nächsten. Die wichtigste Regel: In modernen französischen Kreisverkehren (Giratoires) haben Fahrzeuge, die bereits im Kreisel fahren, immer Vorfahrt. Du musst beim Einfahren warten. Achte auf das Schild „Cédez le passage" – es bestätigt diese Regel. Nur an sehr alten, unmarkierten Kreuzungen gilt noch „rechts vor links".

Ampeln und Besonderheiten

Steht unter einer roten Ampel ein orange blinkender Pfeil, darfst du in diese Richtung abbiegen – wenn kein Gegenverkehr kommt. Klingt ungewohnt, funktioniert aber sehr praktisch.

Rauchverbot im Auto: Sobald Kinder an Bord sind, gilt in Frankreich absolutes Rauchverbot.

Alkohol am Steuer

Die Promillegrenze liegt bei 0,5 – bei weniger als 3 Jahren Führerschein bei 0,2 Promille. Einen Alkoholtester musst du nicht mitführen (Pflicht seit 2020 abgeschafft).

Parken – das musst du wissen

  • Durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand: absolutes Parkverbot
  • Unterbrochene gelbe Linie: Parkverbot
  • Blaue Linie: Parken mit Parkscheibe (Zone Bleue)
  • Weiße gestrichelte Linie: Parken erlaubt

Grundsätzlich gilt: Das Wohnmobil darf in Frankreich wie ein Auto parken – solange du nicht länger als 7 Tage auf demselben Fleck stehst.

Parkplatz Wohnmobil Schild Frankreich
Hier musst du dein Wohnumobil parken. Der "normale" Parkplatz ist für Wohnmobile tabu.

Achtung: Schilder ohne Rechtskraft

Einige Schilder mit Aufschriften wie „Camping-car interdit" oder „Stationnement au camping-car interdit" sind nicht rechtsgültig – es gibt kein offizielles Verkehrszeichen, das Wohnmobile von Parkplätzen ausschließt. Ich rate trotzdem, im Zweifelsfall weiterzufahren: Wer spricht fließend genug Französisch für eine Diskussion am Straßenrand?

Maut in Frankreich

Maut in Frankreich

Autobahnen, manche Brücken und Tunnel sind in Frankreich mautpflichtig. Die Höhe richtet sich nach Fahrzeuggröße und gefahrener Strecke. Mein Wohnmobil ist höher als 2 Meter, wiegt aber unter 3,5 t – damit falle ich in Kategorie 2 und zahle mehr als ein normaler Pkw. Fahrzeuge unter 2 Meter Höhe gehören in Kategorie 1.

Die Kosten für deine Strecke kannst du vorab auf autoroutes.fr berechnen.

Übrigens: Auf Autobahnen kommst du deutlich schneller voran als auf den parallel verlaufenden Nationalstraßen – bei längeren Strecken habe ich bis zu 1,5 Stunden gespart. Dafür sind die Autobahnen trotz Maut nicht immer in bestem Zustand.

Wie bezahlst du die Maut?

Am schnellsten geht es mit Kreditkarte direkt an der Mautstelle. Deutsche EC-Karten (Maestro) werden nicht akzeptiert.

Wer häufiger in Frankreich unterwegs ist: Die Télépéage-Box von bipandgo klebt hinter der Windschutzscheibe und registriert jede Durchfahrt automatisch – du bekommst eine Gesamtabrechnung nach der Reise. Die Box kostet einmalig 20 Euro, dazu 1,70 Euro monatliche Gebühr (aktuelle Preise bitte auf der Webseite prüfen).

Umweltplakette und Umweltzonen

Umweltplakette (Crit'Air) und Umweltzonen

In Frankreich gibt es Umweltzonen (ZCR – Zones à Circulation Restreinte), für die du eine französische Crit'Air-Plakette benötigst. Die deutsche Plakette gilt hier nicht.

Betroffen sind unter anderem Paris, Lyon, Grenoble, Straßburg, Lille, Rouen, Reims und Aix-Marseille – die Liste wächst. Mein Rat: Bestell die Plakette grundsätzlich vor jeder Frankreich-Reise, egal in welche Region du fährst. So bist du auf der sicheren Seite.

Die Plakette gibt es ausschließlich über den offiziellen Kanal – alles andere sind teure Drittanbieter. Beim ADAC zahlst du das Vierfache.

Den aktuellen Preis findest du direkt dort – er hat sich seit meiner letzten Bestellung geändert. Alle Infos zu den einzelnen Umweltzonen gibt es hier: france.fr/de/umweltzonen

Lebensmittel einkaufen in Frankreich

Die großen Ketten sind Intermarché, Carrefour (mein Favorit), Lidl und Aldi. Bei Carrefour bekommst du auch die günstigsten Gasflaschen der Eigenmarke.

Mein erster Weg an einem neuen Ort: fragen, wann der Wochenmarkt stattfindet. In jedem größeren Dorf gibt es ihn mindestens einmal pro Woche – und die Qualität ist unschlagbar.

In der Normandie und Bretagne lohnt sich außerdem der direkte Einkauf beim Erzeuger: Camembert, Calvados, Cidre – viele Höfe verkaufen direkt ab Hof. Auf bienvenue-a-la-ferme.com findest du teilnehmende Betriebe nach Region. So frisst sich ein Frankreich-Trip von selbst durch die schönsten Spezialitäten des Landes

Häufige Fragen

Ist es gefährlich, mit dem Wohnmobil durch Frankreich zu fahren?

Frankreich ist für Wohnmobilreisende grundsätzlich sicher und sehr gastfreundlich. Eine Ausnahme: Autobahnraststätten. Dort wurden Freunde von mir im Schlaf ausgeraubt – ich meide sie zum Übernachten konsequent und weiche auf Wohnmobilstellplätze aus.

Wo darf ich in Frankreich mit dem Wohnmobil übernachten?

Überall dort, wo Parken erlaubt ist – auch auf öffentlichen Parkplätzen, bis zu 7 Nächte. Einzige Bedingung: kein Campingverhalten. Markise eingefahren, Stühle drin, Trittstufe eingeklappt.

Was muss ich mit dem Wohnmobil in Frankreich beachten?

Die wichtigsten Punkte: Crit'Air-Plakette vorab bestellen, Kreditkarte statt EC-Karte mitführen, Warndreieck und Warnweste für alle Personen an Bord. Fahrzeuge über 3,5 t benötigen zusätzlich den Angles-Morts-Aufkleber. Auf Autobahnen gilt Mautpflicht – am einfachsten per Kreditkarte bezahlen.

Brauche ich eine Crit'Air-Plakette für Frankreich?

Ja, wenn du Städte wie Paris, Lyon, Grenoble, Straßburg, Lille, Rouen oder Reims befahren willst. Ich bestelle sie grundsätzlich vor jeder Reise – sie kostet wenige Euro und du bist auf der sicheren Seite. Nur über den offiziellen Kanal bestellen – Drittanbieter verlangen ein Vielfaches.

Darf ich in Frankreich Wildcampen?

Nein. Wildcampen ist in Frankreich verboten, Strafen bis zu 1.500 Euro drohen. Erlaubt ist das Freistehen auf regulären Parkplätzen – ohne Campingverhalten. Mit Zustimmung des Grundstückseigentümers ist Übernachten auf Privatgelände legal.

Wie schwer darf mein Wohnmobil in Frankreich sein?

Das zulässige Gesamtgewicht (zGG) deines Fahrzeugs darf nicht überschritten werden. Frankreich kontrolliert das streng: Bei einer Überladung von mehr als 5 % kann die Weiterfahrt untersagt werden. Wiege dein Wohnmobil im Zweifel vor der Reise – vollgetankt und voll beladen.

Muss ich einen Alkoholtester in Frankreich mitführen?

Nein. Die Mitführpflicht wurde am 22. Mai 2020 abgeschafft. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 – bei Führerscheinbesitz unter 3 Jahren bei 0,2 Promille.

Habe ich eine Information vergessen, wenn du mit dem Wohnmobil nach Frankreich fährst?

Hinterlasse einen Kommentar am Ende des Artikels! Ich freue mich auf Feedback. Hier findest du meinen Reisebericht für die Normandie mit Wohnmobil.

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Das sagen unsere Leser

21 KOMMENTARE
  • Besucher Kommentar von Richard Groeb
    Richard Groeb
    11. Juli 2024 um 15:49 Uhr

    Danke Katrin für den ausführlichen Bericht, wir fahren ab Mitte Sept.2024 in die Bretagne, habe jedoch für die Maut eine Maut1 Box an Bord, meiner Information zufolge ist diese Box für Frankreich gängig wenn der Camper über 3,5to liegt, ist diese Info… richtig? Danke für eine Beantwortung; Grüße Richard


  • Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
    Katrin Lehr
    15. Juli 2024 um 07:42 Uhr

    Hallo Richard,

    ich habe die Maut1 Box auch, aber meiner ist unter 3,5t daher kann ich dir die Frage, ob das in Frankreich auch mit Fahrzeugen über 3,5t möglich ist, nicht beantworten.

    Viele Grüße
    Katrn


  • Besucher Kommentar von Andreas
    Andreas
    31. Mai 2024 um 18:28 Uhr

    Hallo,

    Kennst du eine Website od. App in der man die vielen Ver- und Entsorgungsstationen in den diversen Gemeinden Frankreichs finden kann?

    Es gibt dazu auch ein Bezahlsystem mit Karten oder Münzen. Weißt du dazu etwas.

    Danke für eine Antwort


  • Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
    Katrin Lehr
    3. Juni 2024 um 08:43 Uhr

    Hallo Andreas,

    fast in jeder Gemeinde gibt es diese Entsorgungsstationen. Ich nutze die Park4Night App, und wähle im Filter nur VE aus. Dann bekomme ich in der Regel Stationen angezeigt (nicht immer alle). An Mautstraßen siehst du auch oft an Ausfahrten zu Rasthöfen/Parkplätzen das Entsorgungssymbol (bin erst am Freitag durch die Normandie nach Deutschland zurückgefahren). Alternativ bei Google „Aires de Services Camping-Cars“ oder „Aires“ eingeben. Gibts in Frankreich jede Menge und dort kannst du so gut wie immer auch entsorgen.

    Liebe Grüße
    Katrin


  • Besucher Kommentar von Lord Peter Gruber
    Lord Peter Gruber
    8. Februar 2024 um 15:34 Uhr

    Hallo Katrin
    Erstmal Danke für den sehr Informativen Blog.
    Mir ist dazu aufgefallen das unter dem Parkschildbild (Blaue Tafel) ein „u“ im Wort Wohnmobil zu viel ist.
    Danke auch für die Verlinkungen mit den Umweltzonen und der Bestellhomepage, hätte ich überhaupt nicht bedacht.
    LG
    Peter


  • Besucher Kommentar von Stefan Heckner
    Stefan Heckner
    23. Juli 2023 um 11:24 Uhr

    Hallo Katrin,

    sehr schöner und lesenswerter Blog! Wir fahren schon sehr lange in diverse Ferienhäuser in Normandie, Bretagne und,seltener, ins Aquitaine. Um unseren Radius vor Ort zu erweitern, haben wir uns einen Camper angeschafft und freuen uns über jeden guten Tip.
    In allen Jahren haben wir die Bretonen als sehr nette Menschen kennen gelernt, de ihre Heimat lieben und jeden, der ihre Begeisterung teil.

    Habe ich Dich richtig verstanden: wo immer kein Verbotsschild steht, kann ich einmal übernachten, solange Markise, Möbel und Trittstufe drinnen sind?

    Dank und liebe Grüße

    Stefan


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